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EröffnungsschlägeGroßer Flüstertrommelzug durch das Roland-Center

Kunst auf RädernWie aus einer Wanderausstellung eine Fahrausstellung wurde

Da hör’ sich einer diese Geschichte anTage der offenen Tür in einer
Geschichtenwohnung

Eine Reise durch Zeiten und RäumeSchwarzfahren nicht erlaubt

Dans op de Deel? Teil 1Und akrobatisch sowieso!

Dans op de Deel ? Teil 2Und akrobatisch sowieso!

AKTIONATA GalaIns richtige Licht gesetzt

 

Eröffnungsschläge
Großer Flüstertrommelzug durch das Roland-Center

AKTIONATA startet mit einem noch nicht da gewesenen, flüsternden Trommelwirbel. Der Musiker
Martin Kruzig behauptet: »In jedem Gegenstand stecken Geräusche!« Laute und leise. Dass das
auch wirklich so ist, möchte er gemeinsam mit Hortkindern der Kindertagesstätte Grolland
beweisen. In einer vierzehntägigen Projektphase hat diese kleine, inzwischen eingeschworene
Gemeinschaft den unterschiedlichsten Gegenständen Geräusche entlockt, diese zu eingängigen
Rhythmen verbunden und einstudiert. Dennoch gibt es »Unbekannte«:
Auf ihrem Zug durch das Roland-Center wird die Gruppe zusätzliche Gegenstände in ihre Kom-
positionen einbeziehen, die die unterschiedlichen Einzelhandelsgeschäfte an diesem Tag aus
ihrem Warenangebot vor der eigenen Tür platzieren. Welche Gegenstände das sein werden, ist
unklar. Klar ist aber das Ergebnis:

Eine musikalische Überraschung, die auf leisen Sohlen daher kommt!

Martin Kruzig

studierte klassisches Schlagwerk an der Hochschule für Künste in Bremen
Jazzschlagzeug bei Charlie Antolini und Rock/Popschlagzeug in Hamburg bei
Udo Dahmen. Er spielte als Tour- und Studiodrummer und wirkte bei zahl-
reichen Musical-Produktionen mit und spielt u.a. in der Band von Axel Prahl
(Tatort) und Dirk Schlömer (TonSteineScherben).

Kunst auf Rädern
Wie aus einer Wanderausstellung eine Fahrausstellung wurde

»Wanderausstellungen« sind Ausstellungen zu einem bestimmten Thema oder von einem
berühmten Künstler, die in gleicher Zusammensetzung von Museum zu Museum, von Stadt zu
Stadt wandern. Aber wandern sie wirklich? Wir sind ihnen bis jetzt noch nicht begegnet. Unsere
Recherchen haben ergeben: Wanderausstellungen wandern nicht. Sie werden transportiert, in
gut klimatisierten Lastwagen. AKTIONATA hält, was es verspricht und präsentiert eine »Fahraus-
stellung«. Unter der künstlerischen Leitung von Dorothea Sander entwirft eine dritte Klasse der
Grundschule Delfter Straße »Verstockte Objekte mit bewegten Bildern«. Die Exponate werden
von den Kindern selbst gehängt und mit Unterstützung der Bremer Straßenbahn AG an verschie-
denen Orten im Stadtteil gezeigt. Nicht in unterschiedlichen Museen, sondern im AKTIONATA-
Kunstbus, der selbst ein Kunstwerk ist. Kunst auf Rädern eben.
Fertig gestellt wird die Ausstellung erst am 30.4. bei der großen Mitmachaktion im und am
Roland-Center. Seid dabei!

Die Ausstellung »Verstockte Objekte, bewegte Bilder«
kann an folgenden Tagen besucht werden:

Di4.5.16.00 UhrLuxemburger Straße 29
Mi5.5.17.00 UhrGrollander Straße 33
Do6.5.17.30 Uhr Bauerland 19
 

Dorothea Sander
Diplom für Bildende Kunst

ist in Cloppenburg geboren. Nach ihrem 2. Staatsexamen für das Lehramt hat
sie an der Hochschule für Künste Bremen Malerei studiert. Seit 2001 ist
Dorothea Sander als freie Künstlerin tätig. Neben zahlreichen Ausstellungen in
Bremen, Oldenburg und Cuxhaven arbeitet sie an Kunstprojekten mit Kindern,
Jugendlichen und Erwachsenen aus vielen unterschiedlichen Kulturen.

Da hör’ sich einer diese Geschichte an
Tage der offenen Tür in einer Geschichtenwohnung

Wie und wo wohnen Geschichten? AKTIONATA lüftet das Geheimnis: Die Künstlerin Sirma Kekeç
hat mit Kindern aus der vierten Klasse der Grundschule Delfter Straße die Huchtinger Wohnung
der Geschichtenhändlerin Amalia gestaltet. Mit ihren Ideen liefern die Kinder Amalia, alias Julia
Klein, den Stoff, aus dem gute Geschichten gemacht werden. Während der AKTIONATA zeigt
Amalia nun, wie sie lebt und arbeitet, und wie sie Geschichten verhilft, das Licht der Welt zu er-
blicken. Entdeckt gemeinsam mit ihr, wie diese Geschichten ins Bewusstsein der Menschen
gelangen, sich sozusagen Gehör verschaffen und ihre Reise durch die Zeit antreten.

Die stückchenweise entstandene »Wochengeschichte« wird am Freitag 7.5. von Amalia erzählt.

Sirma Kekeç

»...gruselig-schwarz, rosa-gepfeffert tanzen die Buchstaben, und der Mond hat sich im Eimer versteckt...« so überlegt sich die Künstlerin die Gestaltung der Wohnung. Sirma Kekeç war Meisterschülerin an der Hochschule für Künste Bremen und ist seit 2001 Dozentin an der Uschinski Universität in Odessa, im KUBO Bremen und an weiteren Kunstschulen.

 

Julia Klein

ist Pionierin in Sachen Erzählkunst in Bremen und seit acht Jahren bundesweit auf Festivals unterwegs. Sie gibt Seminare zum sprachfördernden Erzählen und hat eine Methode zum mehrsprachigen Erzählen entwickelt. Seit 2007 versetzt sie als künstlerische Leiterin des internationalen Erzählfestivals »Feuerspuren« ganz Gröpelingen ins Erzählfieber.

Eine Reise durch Zeiten und Räume
Schwarzfahren nicht erlaubt

Drei Generationen treffen sich auf einer Zeitreise und finden in der Musik einen gemeinsamen
Weg: Der Kammersänger Mihai Zamfir, der Komponist Peter Friemer und die Schüler des vierten
Jahrgangs der Grundschule Delfter Straße. Sie erleben ein Zusammenspiel der besonderen Art

Peter Friemer studierte die Erlebnisse der Reise mit den Kindern ein. Er ist es auch, der die
jungen Künstler auf dem Klavier begleitet – dezent und sich nie in den Vordergrund drängend.

Das gilt auch für Mihai Zamfir: Der Virtuose mit dem riesigen Repertoire füllt stimmgewaltig
ganze Räume. Hier zeigt er seine Gabe, die eigene Stimmkraft und -lautstärke an die der Kinder
anzupassen.

Zur Präsentation all dieser, von Peter Friemer angeordneten Stimmen bedarf es eines speziellen
Raumes. Seine Akustik muss vom A bis zum Z jeden Buchstaben und vom höchsten bis zum
tiefsten C jede Tonlage einwandfrei transportieren. Die Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde bietet
diesen Raum. Seien Sie dabei, wenn die Akteure zusammen vor das Publikum treten und musika-
lisch von ihrer Zeitreise erzählen.  

Mihai Zamfir
Tenor, Kammersänger

Seit 1985 festes Ensemblemitglied am Bremer Theater mit Interpretationen
von über 60 Partien. Mit den herausragenden Dirigenten wie Herbert von Karajan,
J. E. Gardiner oder Pierre Cao hat er zusammengearbeitet. An der Hochschule
für Künste ist er seit 1990 Dozent.

 

Peter Friemer
Komponist, Pianist

Der Bremer arbeitet als Komponist, Pianist, Bühnenmusiker und musikalischer Leiter im Auftrag verschiedener Staats- und Stadttheater in ganz Deutschland.
Er macht Theater- und Filmkompositionen. Seit 1988 tritt er mit diversen Live- Formationen in Erscheinung.

Dans op de Deel? Teil 1
Und akrobatisch sowieso!

Tanz und Akrobatik auf den Brettern, die die Welt bedeuten?
AKTIONATA präsentiert Tanz und Akrobatik dort, wo Uroma und Uropa gefeiert haben:
»Op de Deel« in der Kulturscheune Grolland.

Unter der Leitung der international tätigen Tänzerin und Choreografin Christine Witte haben die
Schüler einer Integrationsklasse des fünften Jahrgangs der Stadtteilschule Hermannsburg eine
Tanzperformance erarbeitet. Aus unterschiedlichen Stilen wie Afrikanischem Tanz, Hip Hop,
Modern Dance und Stomping ist in einer Art explosiver Fusion eine Aufführung entstanden. Eine
Show,die nun ihr professionelles Umfeld des Tanzstudios verlassen und sich dem Ambiente der
Scheune anpassen muss. Werden die in einzigartiger Weise aufeinander und ineinander greifen-
den Schritte, Bewegungen und Rhythmen hier ihre Ausdrucksstärken bewahren können?

Eines ist klar: Ein solches Spektakel hat die alte Scheune bestimmt noch nicht erlebt.

Christine Witte

studierte vier Jahre Tanz und Choreografie in New York. Sie arbeitet im Theater,
im Film und in Musik-clips. Seit mehr als 20 Jahren geht sie mit verschiedenen Soloprojekten auf die Bühne. Sie initiierte Jugendprojekte in den Townships von Südafrika und der Karibik. Für Asylanten und Kriegsflüchtlinge führte sie in den Städten Europas Projekte durch.
Christine Witte ist Leiterin der »corpa school of performing arts« in Bremen.
 

Dans op de Deel? Teil 2
Und akrobatisch sowieso!

Ein unglaubliches Spektakel ist es auch, wenn die Schüler einer Integrationsklasse des sechsten Jahrgangs der Hermannsburg zu wahren Akrobaten werden: Unter der Leitung der Artisten Kathleen Giersch und Jens Denecke, deutschlandweit als »Duo Chronkh« bekannt, haben die Kinder einen Auftritt einstudiert: Sie bewegen sich akrobtisch fort, finden locker zu kleinen Grüppchen zusammen, werden zu einer Gruppe und formieren sich schließlich zu einer Figur. Nur, um sich dann wieder aufzulösen, bis aus dem großen Ganzen wieder der einzelne Akteur wird.

Die Frage, die jetzt noch im Raum steht, lautet: Wie kann bei dieser Präsentation zweier eigenständiger Projekte – Tanz und Akrobatik – ein fließender Übergang herbeigeführt werden? Oder kommt es gar zu einer gemeinsam vorgetragenen Einlage mit tanzender Akrobatik oder akrobatischem Tanz?
 

Jens Denecke
Artist, Baum- und Gewerbekletterer

Er ist 1968 in Celle geboren und war als jugendlicher Leistungs- sportler im Rudern. Über den Fachübungsleiter im Klettern ist er zur Akrobatik gekommen.

Kathleen Giersch, Artistin 

Sie ist 1968 in Halle geboren und war als Kind mehrfach DDR- Meisterin in Sportakrobatik. Seit 1992 steht sie auf der Bühne und ist mit Workshops im In- und Ausland aktiv.

Zusammen
stehen sie seit 2000 als »Duo Chronkh« auf der Bühne.

 

 

 

 

AKTIONATA Gala
Ins richtige Licht gesetzt

Eine Lagerhalle. Hohe Fenster, ein Rolltor, kahle Wände. Überall Regale, gestapelte Tische und Stühle, Scheinwerfer, Mikrofone und Lautsprecher. Die meisten Gegenstände haben schon viele Einsätze erlebt, waren Statisten auf zahlreichen Festen. An diesem Abend stehen sie selbst im Rampenlicht. Sie schaffen den festlichen Rahmen für eine außergewöhnliche Gala. Die Bühne für ein exquisites Dinner. Tische, Stühle, weiße Decken und Servietten stellen sich auf in froher Erwartung der angekündigten Gäste. Lampen, Leuchten und Traversen formieren sich zu einem geheimnisvollen Lichtermeer, in dessen Mitte der Spitzenkoch Stefan Madaus mit Schülern der Integrierten Stadtteilschule Hermannsburg die Gaumenfreuden des Abends zaubert. Eine Lager- halle wird zum Gourmetrestaurant? Die nüchterne Sachlichkeit durch Gemütlichkeit ersetzt?

An diesem Abend verschmelzen Welten miteinander. Die perfekte Verzauberung?

Stefan Madaus

ist Spitzenkoch in Bremen und weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Er bewirtschaftet die Gastronomie des Club zu Bremen. Außerdem führt er das Restaurant sowie das angeschlossene Bistro »à point« im Bremer Schütting, direkt am Marktplatz. Seit 1992 ist er selbstständiger Unternehmer mit der Madaus GmbH und bietet gehobenes Catering für Unternehmen und Privatpersonen an.